Bonsai-Artenleitfäden
Jede Art braucht ein bisschen anderes Licht, Gießen und Schneiden. Wähle unten deinen Baum für einen vollständigen Pflegeleitfaden.

Wacholder-Bonsai
Juniperus spp.
Wacholder-Bonsai Pflege ist für viele der Einstieg in die Bonsaiwelt, und zwar nicht nur aus Zufall. Wacholder sieht aus, wie man sich „klassischen Bonsai“ vorstellt, ist sehr formbar und gehört zu den wenigen Nadelbäumen, die Anfängerfehler tatsächlich nicht sofort mit dem Tod quittieren.
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Kiefern-Bonsai
Pinus thunbergii (Japanische Schwarzkiefer) und P. sylvestris (Schottische Kiefer)
Kiefern-Bonsai ist für mich der technische Härtetest im Hobby. Und die zweiflutige Kerzen-Schnitttechnik (decandling), mit der man die klassische „Wolken“-Kronenstruktur aufbaut, ist es wert, sie wirklich zu lernen und nicht nur irgendwie auszuprobieren.
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Ficus Bonsai
Ficus microcarpa, F. retusa, and F. benjamina
Ficus-Bonsai ist für mich der beste Einstieg, wenn du wirklich eine Baumart suchst, die auf Dauer auf einer Fensterbank leben kann und die typischen Anfängerfehler verzeiht. Nach über zwanzig Jahren, in denen ich in Süditalien gesehen habe, wie viele Bäume an Bedingungen scheitern, für die sie nicht gemacht sind, schicke ich fast alle zuerst zu Ficus.
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Japanischer Ahorn (Bonsai)
Acer palmatum
Der Japanische Ahorn ist bei mir seit Jahren der Baum für feine Verzweigung und die beeindruckendsten Herbstfarben, wenn man ihn richtig platziert. Geduld wird dabei belohnt, aber ich sage es immer wieder: Die Rinde ist dünn und empfindlich, und starker, direkter Nachmittagssonnenschein ist einer der häufigsten Gründe, warum Leute einen Ahorn optisch verlieren. Den Standort falsch anzugehen, ist für mich der häufigste „Fehler in der Praxis“, nicht ein fehlendes Schnittwerkzeug.
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Olivenbonsai
Olea europaea
Olivenbonsai zu pflegen ist für mich fast so „sonnengebrannt“ wie Bonsai eben nur sein kann. Die Olea ist zäh, kommt mit Trockenheit klar und kann auf einem vergleichsweise jungen Stamm erstaunlich alt aussehen, wenn du sie nicht „zu gut meinst“ und ihr keine zu nasse Wurzelzone gibst.
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Chinesische Ulme (Bonsai)
Ulmus parvifolia
Die Chinesische Ulme ist für mich der Bonsai, den ich am häufigsten als „zweite Art“ empfehle. Sie verzweigt schneller als viele andere Bäume, verzeiht mehr als die meisten Fehler beim Schnitt, und auch wenn du noch nicht perfekt schneidest, bekommst du relativ zügig diese dichte, feingliedrige Verzweigungsstruktur hin. Das gilt übrigens auch für die Blattgröße.
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Granatapfel-Bonsai
Punica granatum
Granatapfel-Bonsai Pflege heißt bei mir vor allem: viel Sonne. Es ist eine der wenigen Bonsai-Arten, die in einem kleinen Topf zuverlässig blühen und auch Früchtchen ansetzen: im Sommer orange-rote Blüten, danach kleine, rein ornamental wirkende Früchte als schöner saisonaler Abschluss.
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Zelkova Bonsai
Zelkova serrata
Zelkova-Pflege ist vor allem eine Frage von Konsequenz. Dieser Baum ist praktisch die Vorlage für die klassische Besenform (hokidachi), die man als Anfänger bei vielen Anleitungen im Kopf hat. Und ja, das Ergebnis steht und fällt weniger mit einer „magischen“ Einzeltechnik, sondern mit regelmäßiger Pflege, besonders beim Einkürzen.
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Blühender Pfirsich-/Aprikosen- und Kirschpflaumen-Bonsai (Prunus)
Prunus mume und P. cerasifera
Bei Prunus-Bonsai entscheidet über alles die richtige Schnittzeit. Die Blüten kommen spät im Winter, bevor Blätter erscheinen, und wenn du den Schnitt zur falschen Jahreszeit machst, „verschenkst“ du im schlimmsten Fall die Blütenpracht der nächsten Saison.
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Eichen-Bonsai (Quercus spp.)
Quercus spp. (häufig Q. ilex und Q. robur)
Eiche ist ein Bonsai für Leute, die warten können. Bei Eichen braucht eine Astentwicklung oft Jahre, nicht eine Saison wie bei manchen schnelleren Arten. Und ja, in Süditalien sehe ich im Sommer oft, wie die Steineiche (Quercus ilex) einfach weiter vor sich hin wächst, als wäre es ihr egal, wie heiß es ist.
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Lonicera Bonsai-Pflege (Heckenkraut)
Lonicera nitida
Lonicera ist der Bonsai-Ersatz für eine Hecke, die nie aufhört, wieder zur Hecke werden zu wollen. Das klingt erst mal nach Kritik, ist aber genau der Grund, warum dieses Material so verzeihend ist, wenn man das Pruning noch nicht komplett im Gefühl hat.
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Tannen-Bonsai
Abies spp.
Die Tanne (Abies) ist für mich eine Nadelbaum-Art, die ich mehr respektiere als „verkaufe“. Sie verlangt Geduld und vor allem Wurzel-Genauigkeit, und das erwarten viele nicht, wenn sie sie zum ersten Mal als „einfach noch einen Nadelbaum“ ansehen.
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Dreilappiger Ahorn (Trident Maple) Bonsai Pflege
Acer buergerianum
Der dreilappige Ahorn ist der Baum, den ich jemandem gebe, der den Juniper schon „durch“ hat und jetzt sehen will, was bei Laubbäumen wirklich möglich ist. Wenn man ihn einmal verstanden hat, verzeiht er deutlich mehr als ein Japanischer Ahorn. Gerade beim Arbeiten am Bonsai (Schnitt, Nachsetzen, auch mal beherzter) merkt man schnell: Das ist ein unkomplizierterer Partner, ohne dass man ihn vernachlässigen dürfte.
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Chinesischer Liguster (Bonsai-Pflege)
Ligustrum sinense
Chinesischer Liguster ist, was Bonsai-Material angeht, ziemlich fehlertolerant. Das ist so ein Strauch, an dem man harte Rückschnitte wirklich üben kann, ohne ständig Angst zu haben, dass er es einem sofort übel nimmt.
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Buchsbaum-Bonsai (Boxwood) Pflege
Buxus sempervirens / B. harlandii
Buchsbaum-Bonsai testet deine Geduld anders als viele andere Arten. Das Wachstum ist so langsam, dass man über eine Saison oft kaum „Fortschritt“ sieht, dafür bekommst du mit der Zeit sehr dichte, feingliedrige Belaubung und ein ruhiges, elegantes Gesamtbild, wenn der Baum einmal etabliert ist.
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Buchsbaumglanz-Cotoneaster (Cotoneaster Bonsai Care)
Cotoneaster horizontalis / C. microphyllus
Cotoneaster gehört zu den wenigen Bonsai-Arten, die zuverlässig Blüten und später Beeren zeigen, ohne dass man dafür jedes Detail bis auf die Uhr planen muss wie bei manchen anderen Blühpflanzen. Wichtiger als jede „Trickfrage“ ist dabei sein Wuchs: Die natürlichen, kaskadierenden bzw. ausladenden Tendenzen übernehmen einen großen Teil der Gestaltung, sodass ich als Grower deutlich weniger gegen die Pflanze arbeiten muss als bei aufrecht wachsenden Arten.
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Satsuki-Azalee Bonsai Care
Rhododendron indicum
Die Satsuki-Azalee kultiviere ich vor allem wegen eines: der Blütenpracht im frühen Sommer. Genau das ist der Grund, warum sie so hohe Ansprüche an das saure Substrat und das passende Gießen stellt, während der Rest des Jahres „nur“ der Vorbereitung dient.
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Wisteria Bonsai Care
Wisteria floribunda / Wisteria sinensis
Wisteria-Bonsai baut man vor allem für eines an: die herabhängenden Blütenrispen. Aus einer unscheinbaren, verholzenden Ranke wird für zwei bis drei Wochen ein Baum, der bei mir in der Sammlung regelmäßig fotografiert wird.
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Ginkgo Bonsai Care
Ginkgo biloba
Ginkgo gehört zu den ältesten noch lebenden Baumarten. In der Bonsai-Kultur belohnt es Geduld mit einer strengen, fächerlaubigen Krone, und im Herbst schafft es diesen einen, einheitlichen Goldton fast auf einmal.
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Buche (Europäische Buche) Bonsai Care
Fagus sylvatica
Die Europäische Buche ist eine klassische Wahl für den formalen Aufrechten. Ihr Reiz liegt in der glatten, grau wirkenden Borke und darin, dass sie je nach Pflege im Winter getrocknete, papierartige Blätter an den Zweigen halten kann.
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Hainbuchen-Bonsai Care
Carpinus betulus (European) / Carpinus turczaninowii (Korean)
Hainbuche macht in Bonsai vieles ähnlich wie Buche: gerade Stammlinie, feine Verzweigung und eine gute Winter-„Silhouette“. Der große Unterschied für mich liegt im Rücktrieb nach Schnitt. Hainbuche treibt nach auch kräftigem Zurücknehmen in der Regel zuverlässiger wieder aus, und mit der Zeit entwickelt sie diesen markanten, geflammten, „muskulösen“ Stamm, den man bei Buche so nicht wirklich bekommt.
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Zedern-Bonsai Pflege
Cedrus atlantica / Cedrus libani
Eine echte Zeder im Bonsai wirkt anders als alles, was man sonst in einer Nadelbaum-Sammlung sieht. Entscheidend sind diese markanten, übereinanderliegenden Astpolster mit leicht hängenden, flachen „Plattformen“, die schon aus der Distanz erkennbar sind, selbst wenn jemand sonst kaum Bonsai kennt.
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Lärchen-Bonsai Pflege
Larix decidua / Larix kaempferi
Lärche bricht eine Annahme, die viele bei Koniferen automatisch machen: Sie ist laubabwerfend. Im Herbst wirft sie ihre weichen Nadeln komplett ab, nachdem sie erst warm goldgelb werden. Genau das macht sie zu einer der auffälligsten Arten, die man als Bonsai halten kann.
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Bougainvillea Bonsai Care
Bougainvillea glabra / Bougainvillea spectabilis
Bougainvillea-Bonsai zieht man vor allem wegen der reinen Farbwirkung: Die winzigen, echten Blüten wirken unscheinbar, die spektakuläre Optik kommen von den papierartigen, farbigen Brakteen. Als dornige, rankende, starkwüchsige Ranke braucht die Pflanze ständige Aufmerksamkeit im Wuchsmanagement, belohnt aber mit einer der auffälligsten Blütenerscheinungen unter den Bonsai-Arten aus warmen Regionen.
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Jade-Pflanzen-Bonsai (Jade Plant Bonsai Care)
Crassula ovata
Die Jadepflanze ist eine Sukkulente, kein „echter“ Baum. Genau dieser eine Punkt erklärt schon sehr viel, warum Crassula ovata so verzeihend ist und sich so gut als Bonsai für den Einstieg eignet.
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